Okt
15.

Bloggen is fuer den Arsch!??!

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Habt ihr euch mal ĂŒberlegt, fĂŒr wem und warum ihr eigentlich bloggt? Ich schon! Ich bin auch mal meine Statistiken bei Google Analytics durchgegangen und hab dabei festgestellt, dass die meisten Besucher nicht sehr lange auf dem Blog verweilen. Der Grund liegt wohl darin, dass die meisten meiner Besucher durch Google kommen (ĂŒber 160 pro Tag) und daher was bestimmtes suchen. Sobald sie das gefunden haben, marschieren sie wieder ab, wenn nichts anderes interessantes fĂŒr sie “dabei” ist. Abhilfe schafft da vielleicht eine Tagwolke oder Tagcloud, die ich nun weiter nach oben gesetzt habe. Ich werde das mal beobachten.

Nun habe ich mir aber ĂŒberlegt, wie denn so private Blogs an ihre Besucher kommen? Ich kenne sehr viele private Blogs, die “nur” ĂŒber sich und ihr Leben bzw. ihrealltĂ€glichen Erlebnisse erzĂ€hlen. Da die person kaum einer kennt, interessiert es die wneigsten, wann sie was gegessen haben oder mit wem sie wo einkaufen waren. Duch Suchmaschinen kann da nicht viel kommen, da viel gesuchte Begriffe ala’ “Youporn” oder “Poppen” da sicher nicht drin vorkommen. Und meist weisen diese Blogs auch keine hohe Linkdichte auf- logisch. Linktausch ist sowieso absolut schwer geworden, da zwar jeder Backlinks zu sich möchte, aber keiner will die begehrten PlĂ€tze abgeben.
Zudem straft Google ja nun auch Seiten ab, die 1:1 Linktausch betreiben oder auch Seiten, die Links (ver)kaufen. Wer sich nicht dran hĂ€lt, wird abgestraft oder landet womöglich in der Sandbox von Google. Was ist denn dann mit den ganzen Linktauschseiten, den Pingbacks und Trackbacks? Reciprokallinking ist’ ja nun auch nicht mehr gern gesehen.

Also fĂŒr wem bloggt man denn jetzt, wenn die Besucher ausbleiben? FĂŒr sich selber? Da kann ich auch offline Tagebuch schreiben. Seiten wie der BasicThinking-Blog mĂŒssen sich um sowas keine Gedanken mehr machen. Ich lese dort auch fast tĂ€glich und mir scheint es so, als gleiten dem Webmaster (heißt das seit Web 2.0 nicht auch anders???) die Themen ĂŒber die er bloggt nur so aus der Hand. Der RSS- Feed spricht ja auch fĂŒr sich. Is’ ja, nebenbei gesagt, auch ein sehr guter und interessanter Blog. Was aber, wenn man keine Themen hat, ĂŒber die man tĂ€glich was schreiben kann oder zu denen man was zu sagen hat, weil man sich z.B. in den Sachen nicht auskennt? Weg vom Blog und zurĂŒck zur Homepage, die man ja nun eher seltener “aktualisiert”? Geht auch nicht, die sind ja “out”. Ist aber auch alles kompliziert und scheint immer wieder in einem Teufelskreis zu enden. Vielleicht sollte man auch wirklich einfach nur auf gute BeitrĂ€ge bzw. Themen setzen und somit die Besucher lĂ€nger und dauerhaft halten. Da aber jeder Besucher einen anderen Geschmack und andere Interessen hat,wird das auch wieder recht schwierig, aber irgendwie muss man ja auch die Besucher halten, die zufĂ€llig auf die Seite kamen, sei es durch Textlink von einer anderen Seite oder durch Tippfehler. Ich sag ja, ein Teufelskreis.

Manchmal vermisse ich echt das alte Web 1.0, wo es noch die tollen I- Frames oder Frames gab, wo Homepages noch Homepages und keine Blogs waren und Linktausch noch einfacher war als jetzt. Und… wo Google nicht jeden Tag die Richtlinien verschĂ€rft hat. Jungs, wie verzweifelt seid ihr??!! :mrgreen: :cool:

Sep
21.

Blog-Bingo oder warum PlatitĂŒden scheiße sind!

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Kennen Ihr Bullshit-Bingo? OK, OK, ich wußte, dass es alle kennen. Ich erklĂ€re es trotzdem nochmal.

Bei Bullshit-Bingo (auch Business-Bingo genannt) stehen auf einem Zettel im Rechteck angeordnet 20 Begriffe oder Redewendungen wie “nachhaltig”, “zielorientiert”, “innovativ”, “kommunizieren” oder “involviert”. Der ganze Mist also, den wir aus PrĂ€sentationen, Seminaren und Meetings kennen. FĂŒllwörter, die benutzt werden, wenn der Redner nichts zu sagen oder der Schreiber nichts auszudrĂŒcken hat. Wer in einem Meeting eines dieser Worte hört, kreuzt es an. Hat man 4 in einer Reihe (waagerecht, senkrecht, diagonal), ruft man “Bullshit”. Es geht manchmal verdammt schnell.

Warum ich das erzĂ€hle? Weil mir diese Situation bei einigen Kommentaren zu Postings in Blogs Ă€hnlich vorkommt und das Spiel oben kann man locker auch mit den Kommentaren einiger Blogs spielen…

Da lese ich manchmal Kommentare,also da schĂŒttel ich echt den Kopf. Zuerst einmal gibt es die Kommentierer, die nur kommentieren,wenn man bei Ihnen kommentiert hat, herzlichen GlĂŒckwunsch. Diese Leute bringen dann meistens lapidar dahingeklatschte Kommentare,die sowas von nichtssagend sind, dass sogar die Bild-Zeitung interessanter schreibt und die keiner in seiner Kommentarspalte im Blog haben will. Manchmal frage ich mich, ob sie den Post den sie kommentieren ĂŒberhaupt gelesen haben?! NatĂŒrlich gibt es auch noch die Kommentatoren,die nur kommentieren, weil sie hoffen, der Blogadmin kommt auf deren Seite und kommentiert ebenso etwas. Zudem könnten ja auch andere Beuscher den Kommentar lesen und auch auf deren Seite kommen. Teilweise sinnloses, standartmĂ€ĂŸiges kommentieren nur fĂŒr Gegenkommentare, fĂŒr ein paar Besucher oder um den Bekanntheitsgrad zu erhöhen? Auf Kosten der meistens wirklich qualitĂ€tiven BlogbeitrĂ€ge? Nein ,Danke!

Mein Vorschlag an die Leser und Kommentierer, die das unbedingt machen mĂŒssen: schreibt lieber “Ich habe deinen Post nicht wirklich gelesen. Du sollst aber einen Kommentar mehr bei dir haben und vielleicht kommt ja auch der ein oder andere Besucher von deiner Seite auf meine. Kommentier doch bitte auch bei mir etwas ab. Es ist mir auch nicht wichtig, dass Du meinen Beitrag richtig liest.”

Ich persönlich freue mich ĂŒber Kommentare, denen man anmerkt, dass der Leser den Text gelesen und sich Gedanken dazu gemacht hat. Wenn man sich die Kommentarspalten zu “MĂ€nner,eure LĂŒgen nerven” oder “Diva disst” ansieht (meine wohl provokativsten Texte) sind da tolle Kommentare. Von totaler Ablehnung bis zu BegeisterungsstĂŒrmen. Und “richtige” ,ernst gemeinte Kommentare sind es doch, die Blogs ausmachen,oder?!